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<title>Pfarrkirche Inzing</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Inzing</span></h1>
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<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Inzing</b> steht in der <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">österreichischen</a> Gemeinde <a href="Inzing" title="Inzing">Inzing</a> in <a href="Tirol_(Bundesland)" title="Tirol (Bundesland)">Tirol</a>. Die dem heiligen <a href="Petrus" class="mw-redirect" title="Petrus">Petrus</a> geweihte <a href="Pfarrkirche" title="Pfarrkirche">Pfarrkirche</a> und <a href="Wallfahrtskirche" title="Wallfahrtskirche">Wallfahrtskirche</a> gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Telfs" title="Liste der Pfarren im Dekanat Telfs">Dekanat Telfs</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Innsbruck" title="Diözese Innsbruck">Diözese Innsbruck</a>. Die Kirche und der Friedhof stehen unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Inzing#Q37770203" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Inzing">Listeneintrag</a>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Urkundlich wurde die Kapelle im Jahre 1260 erwähnt. Die <a href="Kirchweihe" title="Kirchweihe">Kirchweihen</a> erfolgten in den Jahren 1310 und 1451. Der <a href="Barock" title="Barock">barocke</a> Neubau erfolgte von 1777 bis 1779 durch den Baumeister und Stuckateur <a href="Franz_Singer_(Baumeister%2C_1724)" title="Franz Singer (Baumeister, 1724)">Franz Singer</a>. Die Renovierungen fanden in den Jahren 1832 und 1870/1877 statt. Im Jahre 1891 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Eine weitere Renovierung erfolgte im Jahre 1902. Die Restaurierung erfolgte im Jahre 1956 und die Außenrestaurierung von 1971 bis 1975.
</p><p>Die Wallfahrt geht der Legende nach auf ein weinendes <a href="Gnadenbild_Mariahilf" title="Gnadenbild Mariahilf">Mariahilf</a>-Bild zurück, das von einer Frau hinter eine Truhe entdeckt wurde. Zunächst brachte man das Bild in die <a href="Wallfahrtskirche_Kaltenbrunn" title="Wallfahrtskirche Kaltenbrunn">Wallfahrtskirche Kaltenbrunn</a>, holte es jedoch wieder nach Inzing zurück und stellte es in der Pfarrkirche auf. Das Bild wurde im 18. und 19. Jahrhundert viel verehrt, besonders groß war der Zustrom der Wallfahrer im Jahr 1848, als Maria und das Jesuskind Augen und Mund bewegt haben sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>

<p>Die Dorfkirche besitzt einen schlanken Nordturm und ist von einem Friedhof umgeben. Der schlichte Kirchenbau hat ein gegen Osten abgewalmtes Satteldach. Das Langhaus ist zweijochig, das Ostjoch wie das Chorjoch wurde leicht eingezogen. Der <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> besitzt einen geraden Schluss und an der Ostseite schließt die Sakristei an. Der vermutlich spätgotische Turm trägt einen Giebelspitzhelm an der Chornordseite und sind mit spitzbogigen, gekoppelten Schallfenstern und Giebelfenstern mit <a href="Ma%C3%9Fwerk" title="Maßwerk">Maßwerk</a> ausgestattet. Die Fassaden sind durch eine <a href="Scheinarchitektur" title="Scheinarchitektur">Architekturmalerei</a>, <a href="Pilaster" title="Pilaster">Pilaster</a> und eine zusammengefasste Rahmung der Fenstergruppen gegliedert. An der dreiachsigen Westfassade mit einem Dreieckgiebel über kräftigem Hauptgesims befinden sich ein Rundbogenportal und eine Figurennische mit einer Statue des heiligen Petrus und stammt aus dem vierten Viertel des 18. Jahrhunderts.
</p><p>Der Innenraum weist zwei querrechteckige Langhausjoche mit <a href="Flachkuppel" class="mw-redirect" title="Flachkuppel">Flachkuppelwölbung</a>, breite Wandpfeiler mit Pilastergliederung und einen korbbogigen <a href="Gurtbogen" title="Gurtbogen">Gurtbogen</a> auf. Der Langhaus und Chor sind mit Rokokostuckaturen von Johannes Graßmayr versehen. Die Deckenmalereien stellen die Szenen aus dem Leben Petri und der weinenden Muttergottes von Inzing dar und wurden von <a href="Anton_Kirchebner_(Maler)" title="Anton Kirchebner (Maler)">Anton Kirchebner</a> im Jahre 1779 begonnen und nach dessen Tod von seinen Söhnen <a href="Franz_Xaver_Kirchebner" title="Franz Xaver Kirchebner">Franz Xaver Kirchebner</a> und <a href="Josef_Anton_Kirchebner" title="Josef Anton Kirchebner">Josef Anton Kirchebner</a> vollendet.
</p><p>Das Kriegerdenkmal besitzt ein Bronzerelief, das von Otto Knitel im Jahre 1923 geschaffen wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>

<p>Der spätbarocke Hochaltar mit einem hohen Sockelgeschoß mit Opfergangsportalen stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts und besitzt einen Doppelsäulenaufbau, das innere Säulenpaar hat ein diagonal vorgezogenes Gebälk, das Dekor zeigt <a href="Empire_(Stilrichtung)" title="Empire (Stilrichtung)">Empire</a>-Elemente. Der Hochaltar zeigt das Altarblatt <a href="Kreuzigung_Petri" class="mw-redirect" title="Kreuzigung Petri">Kreuzigung Petri</a>, das von <a href="Anton_Zoller" title="Anton Zoller">Anton Zoller</a> aus dem Jahre 1766 angeschafft wurde und stellen seitlich Statuen der vier Kirchenväter sowie im <a href="Altarauszug" title="Altarauszug">Auszug</a> eine Figur des Auferstandenen vom Ende des 18. Jahrhunderts dar. Der Tabernakel trägt das Gnadenbild und ist eine der ältesten Kopien des Gnadenbildes Mariahilf.
</p><p>Die Orgel mit dem <a href="Br%C3%BCstungspositiv" class="mw-redirect" title="Brüstungspositiv">Brüstungspositiv</a> schuf Johann Anton Fuchs im vierten Viertel des 18. Jahrhunderts, das Werk wurde später mehrmals umgebaut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Glocken">Glocken</h2></div>
<p>Wann die Kirche in Inzing ihre ersten Glocken erhielt, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die älteste noch erhaltene Glocke wurde 1650 von Bartholomäus Köttelath in der Löffler'schen Werkstätte gegossen. Neben einer Kartusche an der Flanke der Glocke, die auf den Gießer und das Gussjahr verweist, gibt es noch eine zweite mit dem Text: „Johann Gaßler hat mich renoviert lassen 1650“. Diese Formulierung legt nahe, dass diese Glocke aus dem Material einer älteren Glocke gegossen wurde.
</p><p>Neben der historischen Köttelath-Glocke von 1650 befindet sich eine weitere historische Glocke im Turm der Kirche. Nachdem mit Ausnahme der „Alten“ Glocke von Köttelath alle Glocken im <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> abgeliefert werden mussten, beauftragte die Gemeinde 1928 die Glockengießerei <a href="Glockengie%C3%9Ferei_Grassmayr_(Innsbruck)" title="Glockengießerei Grassmayr (Innsbruck)">Grassmayr</a> in Innsbruck mit dem Guss von zwei neuen Glocken in den Tönen Cis<sup>1</sup> und A<sup>1</sup>. Diese wurden am 11. März 1928 von Bischof <a href="Sigismund_Waitz" title="Sigismund Waitz">Sigismund Waitz</a> geweiht. Trotz intensiver Bemühungen der Gemeinde, dass die „Große“ Cis<sup>1</sup>-Glocke im Zweiten Weltkrieg von der Abnahme verschont bliebe, wurden Ende Jänner 1942 alle Glocken zum Einschmelzen abgenommen, nur die „Alte“ blieb im Turm zurück.
</p><p>Auf Grund glücklicher Umstände überstand die „Große“ den Krieg, und so ließ die „Heimkehrerin“ bereits am Fronleichnamstag 1945 im Verein der „Alten“ ihr klangvolles Geläute zur Freude der Inzinger ertönen.
</p><p>Am 13. August 1951 wurde die Firma Grassmayr in Innsbruck mit der Lieferung von drei weiteren Glocken beauftragt. Die Kriegergedächtnisglocke, die Versehglocke und die Totenglocke vervollständigen seitdem das Geläut der Pfarrkirche Inzing.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">
<caption>
</caption>
<tbody><tr>
<th>
</th>
<th>Große
<p>Glocke
</p>
</th>
<th>Alte
<p>Glocke
</p>
</th>
<th>Kriegergedächtnis-
<p>glocke
</p>
</th>
<th>Verseh-
<p>glocke
</p>
</th>
<th>Toten-
<p>glocke
</p>
</th></tr>
<tr>
<td><b>Schlagton</b>
</td>
<td>Cis<sup>1</sup>
</td>
<td>E<sup>1</sup>
</td>
<td>Fis<sup>1</sup>
</td>
<td>A<sup>1</sup>
</td>
<td>G<sup>2</sup>
</td></tr>
<tr>
<td><b>Gussjahr</b>
</td>
<td>1928
</td>
<td>1650
</td>
<td>1951
</td>
<td>1951
</td>
<td>1951
</td></tr>
<tr>
<td><b>Gießer</b>
</td>
<td>Grassmayr
</td>
<td>Bartholomäus Köttelath
</td>
<td>Grassmayr
</td>
<td>Grassmayr
</td>
<td>Grassmayr
</td></tr>
<tr>
<td><b>Gewicht</b>
</td>
<td>2.100 kg
</td>
<td>1.100 kg
</td>
<td>750 kg
</td>
<td>470 kg
</td>
<td>77 kg
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Die Kunstdenkmäler Österreichs. <a href="Dehio_Tirol_1980" title="Dehio Tirol 1980">Dehio Tirol 1980</a>.</i> Inzing, Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Petrus, Friedhof, S. 364–365.</li>
<li>Inge Dollinger: <cite style="font-style:italic">Tiroler Wallfahrtsbuch. Die Wallfahrtsorte Nord-, Ost- und Südtirols</cite>. Tyrolia – Athesia, Innsbruck – Bozen 1982, ISBN 3-7022-1442-9, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>40–41</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pfarrkirche+Inzing&amp;rft.au=Inge+Dollinger&amp;rft.btitle=Tiroler+Wallfahrtsbuch.+Die+Wallfahrtsorte+Nord-%2C+Ost-+und+S%C3%BCdtirols&amp;rft.date=1982&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3702214429&amp;rft.pages=40-41&amp;rft.place=Innsbruck+-+Bozen&amp;rft.pub=Tyrolia+-+Athesia" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite">Franckenstein, Wiesauer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/19516.pdf"><i>Pfarr- und Wallfahrtskirche hl. Petrus.</i></a> In: <i><a href="Tiroler_Kunstkataster" title="Tiroler Kunstkataster">Tiroler Kunstkataster</a>.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 4.&nbsp;Mai 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APfarrkirche+Inzing&amp;rft.title=Pfarr-+und+Wallfahrtskirche+hl.+Petrus&amp;rft.description=Pfarr-+und+Wallfahrtskirche+hl.+Petrus&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fgis.tirol.gv.at%2Fkunstkatasterpdf%2Fpdf%2F19516.pdf&amp;rft.creator=Franckenstein%2C+Wiesauer">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Inzing?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Inzing</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ernst.pisch.at/wissen/Dorfbuch/node43.html"><i>Unsere Kirchenglocken.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 13.&nbsp;Februar 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APfarrkirche+Inzing&amp;rft.title=Unsere+Kirchenglocken&amp;rft.description=Unsere+Kirchenglocken&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fernst.pisch.at%2Fwissen%2FDorfbuch%2Fnode43.html">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.27343</span><span class="longitude">11.194673</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.27343,11.194673"><span title="Breitengrad">47°&nbsp;16′&nbsp;24,3″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">11°&nbsp;11′&nbsp;40,8″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p>
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Normdaten&nbsp;(Geografikum): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4425517-2">4425517-2</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/234315688/">234315688</a></span> </div>
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